Ferdinand Lassalle

Name:Ferdinand Lassalle

Geboren am:11.04.1825

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

Geburtsort:Breslau

Verstorben am:31.08.1864

Todesort:Genf (CH).

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Der deutsche Schriftsteller und Politiker näherte sich als Radikaldemokrat den Kreisen um Karl Marx und Friedrich Engels. Ferdinand Lassalle beteiligte sich (1848/49) an der Märzrevolution. Dann entwickelte er eine eigene Staats- und Gesellschaftstheorie, die im Sozialismus endete. Doch im Gegensatz zu Marx führt Lassalles Weg dahin über das wahlrecht und nicht über die Revolution. Daher setzte er sich ein für die Abschaffung des Dreiklassen-Wahlrechts. Lassalle war der Gründer des Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), der dann in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, der Vorläuferpartei der SPD, aufging...
Ferdinand Lassalle wurde am 11. April 1825 als Sohn eines wohlhabenden jüdischen Geschäftsmannes in Breslau geboren.

Lassalle studierte nach seiner Schulzeit in den Jahren von 1843 bis 1846 an den Universitäten Breslau und Berlin Philologie, Geschichte und Philosophie. 1845 unternahm er eine Reise nach Paris. Dort machte er Bekanntschaft mit den sozialistischen Anschauungen des französischen Sozialpolitikers Louis Blanc und des Sozialphilosophen Pierre Joseph Proudhon, die ihn nachhaltig beeinflussten. In der Zeit der Februar-Revolution in Frankreich näherte er sich dem Kreis um Karl Marx und Friedrich Engels. Als Radikaldemokrat beteiligte er sich 1848/49 an der Märzrevolution. Danach entwarf Ferdinand Lassalle seine eigene Staats- und Gesellschaftstheorie, zu der er aufgrund seiner Beschäftigung mit den Werken von Georg Wilhelm Friedrich Hegel fand. In der geschichtlichen Überwindung des Kapitalismus und der Entstehung der sozialistischen Gesellschaftsform stimmte Lassalle mit den marxistischen Ideen überein.

Unterschiede taten sich bei der Herbeiführung auf. Propagierte Karl Marx die proletarische Revolution, so setzte sich Lassalle über die Wahl für sein Ziel. Daher setzte er alle Anstrengungen darauf, das Dreiklassen-Wahlrecht abzuschaffen, um es durch ein allgemeines Wahlrecht zu ersetzen. Weiterhin kämpfte Ferdinand Lassalle für die Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln. An dessen Stelle sollten sogenannte Produktivassoziationen entstehen. Selbsthilfeinitiativen wie zum Beispiel nicht-staatliche Genossenschaften kamen für ihn dagegen nicht in Frage. Er begründete seine Ansicht damit, dass es solche Organisationen nicht schaffen könnten, das von ihm so benannte "eherne Lohngesetz" auszuschalten. Nach der Ricardo`schen Lohntheorie bleibt der durchschnittliche Arbeitslohn stets auf dem Niveau des notwendigen Lebensunterhaltes, der zu Erhaltung der Existenz notwendig ist, beschränkt und übersteigt diesen nicht.

Lassalle war der festen Überzeugung, allein wenn dieses Lohngesetz gebrochen werden könnte, könnten auch die proletarischen Arbeiter ihren Lebensstandard in der kapitalistischen Gesellschaft erhöhen. Die Wissenschaft erfüllte für den Sozialdemokraten den Zweck, um im Klassenkampf zu dienen. Sein politisches Programm ging am 23. März 1863 in den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) ein, der an diesem Datum von Ferdinand Lassalle gegründet wurde. Er wurde gleichzeitig sein erster gewählter Präsident. Die politische Bedeutung des Vereins war nicht von Erheblichkeit. 1963 trug er seine Vereinsforderungen wie zum Beispiel das allgemeine wahlrecht dem preußischen Ministerpräsidenten Graf Otto von Bismarck vor. Neben seiner politischen Bekanntheit erwarb sich Lassalle auch eine Popularität als Schriftsteller.

In einem seiner wichtigsten literarischen Werke mit dem im Jahr 1858 erschienenen Titel "Die Philosophie Herakleitos` des Dunklen" stufte er den griechischen Philosophen Heraklit als Revolutionär ein. Zu seinen politisch-philosophischen Arbeiten zählen die Titel "Das System der erworbenen Rechte, eine Versöhnung des positiven Rechts und der Rechtsphilosophie" (1861) und "Das Arbeitsprogramm" (1863). In der zweibändigen Schrift "Das System der erworbenen Rechte" träft Lassalle seine Rechtsphilosophie vor.

Ferdinand Lassalle starb am 31. August 1864 in Genf an den Folgen einer Verletzung, die er sich während eines Duells zugezogen hatte.

Im Jahr 1869 wurde von August Bebel und Wilhelm Liebknecht die Sozialdemokratische Arbeiterpartei, aus der später die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) hervorging, gegründet. 1875 trat dann Lassalles Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein (ADAV) der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) bei und ging in dieser auf. Die Partei bezeichnete sich dann Sozialistische Arbeiterpartei (SAP). Doch auch nach diesem Zusammenschluss prägten die politischen Anschauungen Lassalles die sozialdemokratische Bewegung maßgeblich.

Name:Ferdinand Lassalle

Geboren am:11.04.1825

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

Geburtsort:Breslau

Verstorben am:31.08.1864

Todesort:Genf (CH).

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