Niki Lauda

Name:Andreas Nikolaus Lauda

Alias:Niki Lauda

Geboren am:22.02.1949

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

Geburtsort:Wien (A).

Verstorben am:20.05.2019

Todesort:Zürich (CH).

Der österreichische Rennfahrer und Unternehmer zählte als dreifacher Weltmeister der Formel1 (1975, 1977 und 1984) zu den erfolgreichsten Piloten des internationalen Motorsports. Legendär wurden seine Duelle gegen den Briten James Hunt, welche besonders durch die Medien befeuert wurden. Als einer der populärsten Piloten der Scuderia Ferrari (1974-1977) verunglückte Niki Lauda 1976 beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring dramatisch; er überlebte trotz lebensgefährlicher Verletzungen. Sein Gesicht wurde jedoch vom Feuer entstellt. Dennoch kehrte er nach wenigen Wochen ins Cockpit zurück. Niki Lauda erzielte in 171 Rennen 25 Siege, 24 Poles und 54 Podienplätze. Aus seiner Leidenschaft, der Fliegerei, startete er mit der Gründung der Fluggesellschaft Lauda Air und später NIKI seine zweite Karriere in der Wirtschaft. Auch nach zahlreichen Wandlungen konnte sich Lauda als Inhaber und Manager, allen Widrigkeiten zum Trotz, im Fluggeschäft behaupten. Für sein Lebenswerk wurde er 2016 mit dem Laureus World Sports Awards ausgezeichnet...

Die Formel 1 Weltmeister
Andreas Nikolaus Lauda wurde am 22. Februar 1949 in Wien als Sohn einer wohlhabenden Industriellen- Familie geboren.

Seine Rennsportbegeisterung ließ er schon früh erkennen. Nach dem Abschluss der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Dieser frühe Berufswunsch rührte aus der Überzeugung, sich in der Zukunft nur mit den Themen Auto und Flugzeug befassen zu wollen. Darüber hinaus begann Lauda zur selben Zeit an ersten organisierten Berg-Rennen teilzunehmen. Erste Erfolge erzielte der 18-Jährige am 15. April 1968 bei der Teilname an Rennen der Mini Cooper S 1300 Serie, bei der Lauda den 2. Platz im Gesamtergebnis belegen konnte. Wenig später, am 28. April des Jahres, errang er beim Bergrennen von Dobratsch seinen ersten Sieg. 1971 gelang Lauda auf einem March-Ford der Sprung in die Königsklasse des Rennsports, die Formel 1. Sein Debüt feierte er beim Grand Prix von Österreich. Laudas Vertrag war jedoch noch nicht gesichert. Beim Grand Prix von Monte Carlo 1973, wo er lange Platz Drei verteidigen konnte, ehe ihn ein Defekt zur Aufgabe zwang, wurde Enzo Ferrari auf sein Talent aufmerksam.

Im Jahr 1974 erhielt er beim Top-Team von Enzo Ferrari seinen ersten Profi-Vertrag. Im selben Jahr feierte er mit Ferrari beim spanischen Grand Prix in Jarama seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Nach stetig besseren Ergebnissen wurde Lauda bereits 1975 mit Ferrari erstmals Gewinner der Formel 1 Weltmeisterschaft. 1976 heiratete der Rennfahrer seine langjährige Freundin Marlene Knaus. Aus der Beziehung gingen zwei Kinder hervor. Legendär wurden indes seine Duelle gegen den brieten James Hunt. Während des Grand Prix vom Deutschland auf dem Nürburgring am 1. August 1976 erlitt Lauda einen dramatischen Unfall: Sein Auto fing Feuer und der Rennfahrer trug lebensgefährliche Verletzungen und schwere Brandwunden im Gesicht davon. Der Öffentlichkeit sowie seinen Kollegen schien klar, dass seine Karriere damit beendet war. Für Lauda waren die nächsten Wochen lebensentscheidend. Persönlich wertete er den Unfall als "Prüfstein". Bereits nach einem Monat stieg er wieder ins Cockpit eines Rennwagens.

Im Jahr 1977 gewann Lauda mit Ferrari erneut den Formel 1 Weltmeistertitel. Zum Saisonende zog er sich vorübergehend aus dem aktiven Rennsport zurück, um eine Fluglinie aufzubauen. So entstand zunächst mit einer Charter-Konzession und zwei Flugzeugen vom Typ Fokker 27 eine Fluggesellschaft, die er am 27. April 1979 als Lauda Air firmierte. Der Ausbau der Gesellschaft scheiterte jedoch aufgrund der Monopolstellung des österreichischen National Carriers Austrian Airlines. In den Jahren 1981/82 zwang ihn eine finanzielle Krise zur Rückkehr in den Motorsport. Daraufhin kehrte Nicki Lauda zur Saison 1982 in die Formel 1 zurück, wo er erster Fahrer im Team McLaren-Porsche wurde, mit dem er 1984 seinen dritten Titel als Formel 1 Weltmeister feiern durfte. Zum Ablauf der Saison von 1985 gab Lauda als dreifacher Weltmeister nach 25 Grand-Prix-Siegen seinen endgültigen Rücktritt aus dem Motor-Sport bekannt. Im Dezember 1984 war eine erweiterte Konzession für die Lauda Air genehmigt worden, mit der er nun ein unternehmerisches Comeback wagte. Dieses nicht nur im Fluggeschäft, sondern auch in der Touristik.

Nach dem weiteren Ausbau seiner Fluggesellschaft tauschte Niki Lauda die beiden Fokker gegen zwei BAC 1-11/500 und begann eine Kooperation mit Basile Varvaressos und dessen Reiseveranstalter ITAS. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit machte 1986 eine Vergrößerung der Transportkapazität um zwei Boeing 737-300 nötig. Der Veranstalter ITAS, der sein Griechenland-Programm bald um die Angebote Paco Leone (Spanien, Kanaren), Belmondo (Fernreisen) und Topic (Ägypten, Israel, etc.) erweiterte, brachte der Lauda Air die sonnenhungrigen Passagiere. Für die ursprünglich als reine Chartergesellschaft gegründete Fluglinie begann eine rasante Aufwärtsentwicklung. Um für die sich anbahnende Liberalisierung des Luftverkehrs gerüstet zu sein, suchte Lauda Air 1986 um die Linienkonzession nach. Im Mai 1988 fanden die ersten Linienflüge nach Bangkok, Hongkong und Sydney mit der ersten Boeing 767-300 ER in der Flotte der Lauda Air statt. Im November 1989 wurde die zweite Boeing 767-300 ER ausgeliefert und seit Juni 1990 war die Aktie der Lauda Air AG an der Wiener Börse präsent.

Der 26. Mai 1991 wurde zum schwärzesten Tag der Lauda Air und der österreichischen Luftfahrt: Eine halbe Stunde nach dem Start in Bangkok stürzte die erst wenige Monate zuvor in Dienst gestellte Boeing 767-300 "Mozart" der Lauda Air ab. Keiner der 223 Passagiere und der 18-köpfigen Besatzung überlebte das Unglück. Aus Solidarität traf Niki Lauda wenige Stunden nach dem Absturz an der Unglückstelle im thailändischen Urwald ein. Die Untersuchungen der Unfallforschung ergaben, dass sich während des Steigfluges der Umkehrschub des linken Triebwerks aktiviert und damit die Maschine unkontrollierbar gemacht hatte. Boeing überarbeitete daraufhin das gesamte Bremssystem der 767. 1992 wurde der leidenschaftliche Pilot Lauda, der auch die Fluglizenz für sämtliche seiner Maschinen hat, Berater des Formel-1-Teams von Ferrari. 1996 veröffentlichte Niki Lauda seine Autobiografie unter dem Titel "Das dritte Leben". Nachdem seine Gesellschaft der Star Alliance beigetreten war, zog sich der 51-jährige Niki Lauda im November 2000 aus der Geschäftsleitung der Lauda Air zurück, um jedoch deren Anteilseigner zu bleiben.

Im Anschluss daran war Lauda unter anderem als wirtschaftlicher und technischer Berater des Jaguar-Racing-Teams in der Formel-1 tätig. Diese Zusammenarbeit endete im November 2002. Am 6. Juni 2002 wurde Lauda Air eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Austrian Airlines. Der ehemalige Rennfahrer zeigte sich jedoch weiterhin zu unternehmerischen Initiativen bereit. So lancierte Lauda im Oktober 2003 eine Low-cost-Autovermietung in Wien. Anfang November 2003 kündigte sich auch seine Rückkehr in das Fluggeschäft an, wo Lauda Teile der insolventen Aero Lloyd übernehmen wollte. Lauda übernahm die Mehrheitsanteile der Aero Lloyd Austria GmbH und gründete Ende November 2003 wieder eine eigene Fluglinie. Anfang 2004 wurde der Name der Fluglinie in NIKI festgelegt. Ende Juni 2004 musste sich Niki Lauda einer Nierentransplantation unterziehen. Die Spenderniere erhielt er von seiner 30 Jahre jüngeren Lebensgefährtin Birgit Wetzinger. Die erste Niere wurde 1997 von seinem Bruder Florian Lauda gespendet. Mit Air Berlin und NIKI kam es indes zu einer engen Kooperation. Am 5. Juli 2010 gaben Air Berlin und flyniki bekannt, dass Air Berlin seine Anteile auf 49,9% mit der Option zur vollen Übernahme aufstockt.

Im Jahr 2013 wurde unter der Regie von Ron Howard seine Karriere für das Kino verfilmt. Daniel Brühl verkörperte Lauda in der Zeit der 1970er Jahre; Chris Hemsworth spielte in dem Filmdrama den Briten James Hunt. Zu Beginn 2016 übernahm er das Flugunternehmen Amira Air, später Laudamotion, ab März 2019 Lauda, mit 15 Businessjets. Im selben Jahr, 2016, wurde Lauda für sein Lebenswerk bei den Laureus World Sports Awards ausgezeichnet. Am 23. Januar 2018 erhielt er bei der Zerschlagung der deutschen Air Berlin den Zuschlag für die österreichischen Teile der Gesellschaft. Damit erwarb er die Air-Berlin-Tochter NIKI zurück. Zugleich ging Lauda eine Kooperation mit der Linie Ryanair ein, der er bereits im März 2018 anteilig verkaufte.

Niki Lauda starb am 20. Mai 2019 in Zürich.


Ergänzende Personencharakterisierung von Niki Lauda

Niki Lauda war eine herausragende Persönlichkeit im Motorsport, deren Charakter und Lebensweg weit über seine beeindruckenden Erfolge als Rennfahrer hinausgehen. In dieser ergänzenden Personencharakterisierung sollen einige der weniger bekannten, aber ebenso faszinierenden Aspekte seines Charakters beleuchtet werden.

Unermüdlicher Kämpfer

Niki Lauda war nicht nur für seine Fahrkünste bekannt, sondern auch für seinen unermüdlichen Kampfgeist. Diese Eigenschaft zeigte sich besonders deutlich nach seinem verheerenden Unfall auf dem Nürburgring im Jahr 1976. Trotz lebensgefährlicher Verletzungen kehrte er nur 42 Tage später auf die Rennstrecke zurück. Diese unglaubliche Willenskraft und Entschlossenheit, die selbst die größten Herausforderungen überwand, prägten Laudas Karriere und machten ihn zu einem Symbol für Durchhaltevermögen und Widerstandskraft.

Pragmatiker und Perfektionist

Lauda war ein Pragmatiker durch und durch. Er verstand die Technik hinter den Autos wie kaum ein anderer Fahrer und nutzte dieses Wissen zu seinem Vorteil. Seine Fähigkeit, technische Details zu verstehen und in die Praxis umzusetzen, machte ihn zu einem außergewöhnlich effektiven Fahrer. Gleichzeitig war er ein Perfektionist, der keine Kompromisse einging und stets danach strebte, das Beste aus sich und seinem Team herauszuholen. Diese Kombination aus Pragmatismus und Perfektionismus war ein Schlüssel zu seinem Erfolg.

Geschäftsmann und Innovator

Nach seiner aktiven Rennkarriere bewies Lauda sein unternehmerisches Talent. Er gründete mehrere erfolgreiche Fluggesellschaften, darunter Lauda Air und Niki. Seine Fähigkeit, Chancen zu erkennen und Risiken einzugehen, machte ihn zu einem erfolgreichen Geschäftsmann. Lauda war stets darauf bedacht, innovative Lösungen zu finden und seine Unternehmen effizient zu führen. Diese unternehmerische Seite zeigte eine andere Facette seines Talents und seiner Entschlossenheit, Erfolg zu haben, egal in welchem Bereich.

Charismatischer Anführer

Als Teamchef und Berater in der Formel 1 brachte Lauda seine Erfahrung und sein Wissen ein, um Teams zu führen und zu inspirieren. Er war bekannt für seine klare Kommunikation und seine Fähigkeit, das Beste aus den Menschen um ihn herum herauszuholen. Lauda war kein typischer Anführer, der durch Lautstärke und Dominanz führte; vielmehr überzeugte er durch Sachkenntnis, Integrität und eine ruhige, aber bestimmte Art. Diese Eigenschaften machten ihn zu einem respektierten und effektiven Führer.

Resilienz und Optimismus

Laudas Leben war geprägt von Höhen und Tiefen, aber er bewahrte sich stets einen bemerkenswerten Optimismus. Selbst nach seinem schweren Unfall und den Rückschlägen in seiner unternehmerischen Laufbahn blieb er resilient und positiv. Diese Fähigkeit, sich immer wieder aufzurichten und weiterzumachen, war ein wesentliches Merkmal seines Charakters. Lauda verstand es, aus negativen Erfahrungen zu lernen und gestärkt daraus hervorzugehen.

Unabhängigkeit und Ehrlichkeit

Niki Lauda war bekannt für seine Unabhängigkeit und Ehrlichkeit. Er scheute sich nicht, seine Meinung offen zu äußern, selbst wenn sie unpopulär war. Diese Eigenschaft verschaffte ihm Respekt, aber auch Kontroversen. Lauda war kein Diplomat; er war direkt und unverblümt, was ihn zu einer erfrischenden und manchmal polarisierenden Figur machte. Seine Ehrlichkeit war sowohl eine Stärke als auch eine Herausforderung, da sie ihm manchmal Widerstand einbrachte, aber auch seinen Ruf als authentische und verlässliche Persönlichkeit festigte.

Privatmensch und Familie

Abseits der Rennstrecken und Geschäftsräume war Lauda ein Familienmensch. Trotz seines hektischen Lebens legte er großen Wert auf seine Familie und schützte sein Privatleben so gut wie möglich vor der Öffentlichkeit. Die Bedeutung, die er seiner Familie beimaß, zeigte eine weichere, fürsorgliche Seite von ihm. Diese Balance zwischen öffentlicher und privater Persona war ein wichtiger Teil seines Charakters und zeigte, dass hinter dem harten, entschlossenen äußeren Erscheinungsbild ein Mann stand, der tief mit seinen Lieben verbunden war.

Vermächtnis und Einfluss

Das Vermächtnis von Niki Lauda ist nicht nur in seinen Erfolgen auf der Rennstrecke und seinen geschäftlichen Unternehmungen zu finden, sondern auch in seinem Einfluss auf die nächste Generation von Fahrern und Unternehmern. Er hinterließ eine Welt, die von seinem unermüdlichen Streben nach Exzellenz, seiner technischen Brillanz und seiner unerschütterlichen Integrität geprägt ist. Lauda inspirierte viele, ihre Träume mit derselben Leidenschaft und Hingabe zu verfolgen, die er sein ganzes Leben lang gezeigt hatte.

Fazit

Niki Lauda war weit mehr als nur ein Rennfahrer. Er war ein unermüdlicher Kämpfer, ein pragmatischer Perfektionist, ein erfolgreicher Geschäftsmann, ein charismatischer Anführer, und ein Familienmensch. Seine Resilienz, Ehrlichkeit und sein unerschütterlicher Optimismus machten ihn zu einer einzigartigen und bewunderten Persönlichkeit. Laudas Lebensgeschichte ist ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, was erreicht werden kann, wenn man den Mut hat, sich seinen Ängsten zu stellen und niemals aufzugeben. Sein Einfluss und Vermächtnis werden noch lange nach seinem Tod weiterleben und zukünftige Generationen inspirieren.





Name:Andreas Nikolaus Lauda

Alias:Niki Lauda

Geboren am:22.02.1949

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

Geburtsort:Wien (A).

Verstorben am:20.05.2019

Todesort:Zürich (CH).