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Herbert Grönemeyer
Der Sänger, Komponist, Schauspieler und Musiker zählt zu den populärsten deutschen Künstlern. In seiner einzigartigen Manier besingt er in lyrischer Form Tabuthemen, Balladen und Erzählungen, deren Texte oft von Grönemeyers Erlebtem berichten. Während seiner Karriere wurde er u.a. mit dem "Adolf-Grimme-Preis", dem "Echo" und dem "World Music Award" ausgezeichnet. Seinen Durchbruch als Schauspieler feierte er 1981 mit dem Film "Das Boot". Sein 2002 veröffentlichtes Studio-Album "Mensch" verkaufte sich über 3,5 Mio. Mal und wurde damit das meistverkaufte Album deutscher Sprache. Zu seinen bekanntesten Stücken zählen "Männer", "Alkohol", "Halt mich", "Flugzeuge im Bauch" und "Mensch"...
 
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Biografie
Herbert Grönemeyer wurde am 12. April 1956 in Göttingen geboren.

Bereits im Alter von zwölf Jahren gründete er seine erste Band. 1974 erstellte Grönemeyer erste Kompositionen für das Bochumer Schauspielhaus. Während seines Studiums der Rechtswissenschaften war er musikalischer Leiter und Schauspieler am Schauspielhaus Bochum. Von hier startete er zunächst eine Theater-Karriere. Grönemeyer spielte an den Schauspielhäusern Bochum, Hamburg und Köln. Er trat an der Freien Volksbühne Berlin und am Staatstheater Stuttgart auf. Unter anderem spielte er "Till Eulenspiegel" und den Lorenzo im "Kaufmann von Venedig". 1978 spielte Grönemeyer in den Filmen "Uns reicht das nicht" und "Daheim unter Fremden".

Im Jahr 1979 erschien das erste Album mit Grönemeyer als Leadsänger der Gruppe "Ocean". Im selben Jahr brachte er sein erstes Soloalbum "Grönemeyer" auf den Markt. Es folgten bis 1983 die wenig beachteten Alben "Zwo", "Total egal" und "Gemischte Gefühle". 1981 stand Herbert Grönemeyer als Soldat für Wolfgang Petersens Kriegs-Drama "Das Boot" vor der Kamera. Als Mitglied einer U-Boot Besatzung im Zweiten Weltkrieg feierte er hier seinen endgültigen Durchbruch als Schauspieler. 1984 folgte der musikalische Durchbruch mit dem Titel "Männer" aus dem Album "4630 Bochum". Danach brachte Grönemeyer die Millionen-Seller-Alben "Ö" (1988), "Luxus" (1990) und "Chaos" (1993) heraus. "4630 Bochum" hielt sich 79 Wochen in den Top 100 der deutschen Hitparade.

Im Jahr 1994 nahm Grönemeyer die Einladung von MTV an, als erster nicht englisch singender Künstler eine Unplugged-Session einzuspielen. 1995 wurde das "MTV Unplugged"-Album veröffentlicht und im selben Jahr auch sein erstes Live-Album, welches Material der "Chaos"-Tour 1993/94 enthielt. Grönemeyer zog Mitte er 1990er Jahre gegen die Lufthansa vor Gericht. Er klagte gegen die Vorführung eines Videobandes, welches Grönemeyer während eines Auftrittes beim Anti-Rassismus-Konzert in Frankfurt zeigte. Die Lufthansa hatte das Band mit ihrem Logo versehen und an Goethe-Institute in aller Welt verschickt, gegen den Willen Grönemeyers. Die Lufthansa musste die Bänder daraufhin zurücknehmen.

Im Jahr 1998 erschien nach zwei Jahren das nächste Studio-Album mit dem Titel "Bleibt alles anders". Das Album erreichte in Deutschland nach nicht einmal vier Wochen Platin. Herbert Grönemeyer ging mit dem Album im selben Jahr auf Tour. Im November unterbrach er die Tournee. Sein Bruder Wilhelm verstarb, trotz einer Knochenmarkspende von Herbert, an Leukämie. Nur wenige Tage später verlor Herbert Grönemeyer auch seine Frau Anna Henkel, die an Brustkrebs verstarb. 1999 spielte Grönemeyer den zweiten Teil der Tournee. Insgesamt kamen rund 600.000 Fans zu den Konzerten. Im Oktober brachte Grönemeyer unter seinem eigenen Label "Grönland" eine 8-CD-Box über 50 Jahre deutsche Popmusik auf den Markt.

Außerdem veröffentlichte er gemeinsam mit aktuellen deutschen Pop-Musikern den Sampler "Pop 2000 - Das gibt's nur einmal". 2000 spielte Herbert Grönemeyer auf der EXPO in Hannover mit einem 80-köpfigen Orchester zwei Konzerte. Daraus entstand die Doppel-DVD "Stand der Dinge". Herbert Grönemeyer hat bisher rund elf Millionen Alben verkauft und wurde dafür 23 Mal mit Platin ausgezeichnet. Fünf Jahre nach seinem letzten Album und einem Umzug nach London, erschien im September 2002 Grönemeyers Album "Mensch". Das Album wurde noch vor der Veröffentlichung aufgrund der Vorbestellungen mit Platin ausgezeichnet. Die gleichnamige Single, die schon im August erschienen war, stürmte auf Platz Eins der deutschen Charts und wurde Grönemeyers bisher erfolgreichste Single.

Mit dem Album "Mensch" ging Grönemeyer im Jahr 2003 auf Tour. Im Oktober 2003 wurde das Album mit dem "World Music Award" in Monaco ausgezeichnet. Neben vielen Show-Größen nahm auch Herbert Grönemeyer an dem von Sir Bob Geldof initiierten Live 8 Festival teil. Weltweit verfolgten fast 2 Milliarden Menschen das gigantische Spektakel am 2. Juli 2005, das für den Schuldenerlass der ärmsten Länder Afrikas kämpfte. In den Städten Berlin, London, Philadelphia, Rom, Paris, Moskau, Johannesburg, Cornwall, Tokio und Barrie fanden parallel fantastische Rock-Konzerte mit den größten Stars der Welt statt. Anfang Oktober 2005 wurde Grönemeyer in das Ranking der "European Heroes 2005" aufgenommen, mit dem das US-amerikanische Wochenmagazin "Time" insgesamt 37 Europäer auszeichnete.

Mit der Single "Zeit, dass sich was dreht" steuerte Grönemeyer die offizielle Hymne zur Fußballweltmeisterschaft 2006 bei. Zu seinen Auszeichnungen gehören bisher vier "Echo" (1992, 1994, 2003 und 2004), zweimal die "Eins Live Krone" (2000 und 2003), zweimal der "Comet" (2002, 2003) sowie viele weitere.
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Biografie
Discografie
Filmografie
Nachname: Grönemeyer
Vorname: Herbert
Geburtsdatum: 1956-04-12
Geburtsort: Göttingen (D).
Sternzeichen: Widder 21.03 - 20.04
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