Erich von Däniken

Name:Erich von Däniken

Geboren am:14.04.1935

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

Geburtsort:Zofingen (CH).

Verstorben am:10.01.2026

Todesort:Interlaken (CH).

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Der Schweizer Schriftsteller und Publizist faszinierte seit den 1960er Jahren ein internationales Publikum mit futurologischen Vorstellungen über die außerirdischen Ursprünge der menschlichen Zivilisation. Er entwickelte früh ein starkes Interesse an archäologischen Rätseln, religiösen Überlieferungen und technischen Anomalien vergangener Kulturen, aus denen er seine später als Prä-Astronautik bekannt gewordenen Thesen formte. Mit zahlreichen, weltweit verbreiteten Publikationen - insbesondere dem Werk "Erinnerungen an die Zukunft" - begründete er eine anhaltende Debatte über sogenannte vorzeitliche Astronauten, deren vermeintliche Spuren er in Mythen, Monumenten und religiösen Texten verortete. Seine Arbeiten, die gleichermaßen Faszination wie Widerspruch hervorriefen, verschafften ihm internationale Bekanntheit und machten ihn zu einer prägenden Figur der populären Grenzwissenschaft. Im Zuge der Jahrtausendwende verlieh von Däniken seinen Thesen über vorzeitliche Astronauten und andere "Mysterien der Welt" eine eindrucksvolle Veranschaulichung im gleichnamigen Schweizer Erlebnispark, der im Mai 2003 eröffnete, jedoch bereits 2006 nach wirtschaftlichem Scheitern wieder geschlossen wurde...
Erich Anton Paul von Däniken wurde am 14. April 1935 in Zofingen (Schweiz) geboren. Sein Vater war Textilproduzent.

Däniken besuchte ein Jesuiten-Internat, wo ihn das Interesse für die Religion auch zur Beschäftigung mit philosophischen Problemen führte. Der Gymnasiast setzte sich leidenschaftlich mit der Archäologie und Futurologie, der Weltraumfahrt und Molekularbiologie auseinander. Nach dem Schulbesuch machte Däniken eine Ausbildung zum Koch und Kellner. Als solcher nahm er dann zunächst die berufliche Tätigkeit im Hotelgewerbe und in der Gastronomie Schweizer Großstädte auf. Sein Beruf führte ihn auch auf Ozeandampfer, auf denen er als Steward den Atlantik überquerte. 1963 war Däniken in einem großen Hotel in Nürnberg tätig. Ab 1964 arbeitete er sich im Davoser Sporthotel "Rosenhügel" soweit an die Spitze, dass er schließlich das Haus leitete. Während dieser Jahre betrieb Däniken seine naturwissenschaftlichen und futurologischen Studien weiter, die ihn schließlich zu der These veranlassten, es habe eine prähistorische Zivilisation auf der Erde gegeben, die durch die Landung außerirdischer Astronauten auf den Planeten gebracht worden sei.

Däniken versuchte seine Annahmen auf ausgedehnten Weltreisen nachzuweisen, die ihm jedoch vor allem finanzielle Probleme bescherten. Offenbar unverschuldet geriet er Ende der 1960er Jahre in Konflikt mit den Schweizer Steuerbehörden. Zur gleichen Zeit löste der Futurologe mit der Veröffentlichung seiner Hypothesen als "Erinnerungen an die Zukunft" (1968) eine erste Popularisierungswelle seiner faszinierenden Gedankenwelt aus. Der Bestseller wurde bereits 1969 verfilmt. Weltweit verschlangen Millionen Leser in den 1970er Jahren die zahlreichen Bücher, in denen Däniken die außerirdische Abstammung der menschlichen Kultur und Zivilisation nachzuweisen suchte. Seinen Thesen zur Verbreitung verhalf aber auch die durch den US-amerikanischen Rechtsanwalt Gene M. Phillips 1973 gegründete "Ancient Astronaut Society" in Chicago. Der wissenschaftlichen Diskussion von Dänikens Thesen stellten sich in den folgenden Jahren zahlreiche weitere Naturwissenschaftler. Privat war er seit 1960 mit Elisabeth Skaja verheiratet und Vater einer Tochter.

Obwohl der unermüdliche Publizist auch in den 1980er Jahren mit zahlreichen Publikationen aufwartete, ließ die öffentliche Aufmerksamkeit nun nach. Mit seinen ersten Jugendbüchern eroberte sich Däniken jedoch zu Beginn der 1990er Jahre wieder einen anerkannten Platz in der futurologischen und Science-Fiction-Literatur. Für den privaten Fernsehsender SAT.1 war er 1993 in einer 25teiligen Serie "Auf den Spuren der All-Mächtigen" unterwegs. Ein Zugeständnis an die Massenwirksamkeit der neuen Medien bedeutete auch die CD-ROM "Kontakt mit dem Universum", mit der Däniken 1995 nochmals eine zusammenfassende Beweisführung seiner Thesen veröffentlichte. 1996 faszinierte er das Fernsehpublikum des privaten RTL-Senders mit der Dokumentation "Außerirdische - kehren sie zurück?". Das größte Projekt zur Verbreitung und Popularisierung seiner Weltsicht realisierte Däniken jedoch mit dem 60.000qm großen und 80 Millionen € teuren Erlebnispark "Mysterien der Welt", der im Mai 2003 im Schweizer Interlaken eröffnet wurde. Der Mystery Park wurde am 19. November 2006 wegen Konkursgangs geschlossen.

Das Mitglied des Schweizer Schriftstellerverbandes und des Schweizer PEN-Zentrums wurde für sein wissenschaftspublizistisches Engagement unter anderem 1975 mit der Ehrendoktorwürde der Universidad Boliviana ausgezeichnet; weitere Ehrungen und Preise erhielt er von verschiedenen wissenschaftlichen und kulturellen Institutionen insbesondere in Südamerika. Auch nach der Schließung des Mystery Parks blieb von Däniken publizistisch wie organisatorisch aktiv. Der Erlebnispark wurde 2009 unter veränderter inhaltlicher Ausrichtung als "Jungfrau Park" wiedereröffnet, wobei zentrale Ausstellungselemente auf seine früheren Konzepte zurückgingen. Parallel dazu setzte er seine umfangreiche Vortragstätigkeit auf internationalen Kongressen fort und veröffentlichte weitere Bücher, in denen er seine Thesen kontinuierlich weiterentwickelte und aktualisierte. Mit der Mitbegründung der Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI (A.A.S.) schuf von Däniken zudem eine dauerhafte Plattform für den interdisziplinären Austausch von Forschern, Autoren und Interessierten, die bis heute regelmäßig internationale Tagungen veranstaltet.

Seine Arbeiten erreichten über die Jahrzehnte hinweg eine Gesamtauflage von mehreren Dutzend Millionen Exemplaren und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Bis ins hohe Alter hinein trat Erich von Däniken weiterhin als Autor, Redner und Ideengeber in Erscheinung. Seine Thesen, die von Teilen der Wissenschaft kritisch bewertet werden, haben dennoch nachhaltig das populäre Denken über die Frühgeschichte der Menschheit und die Möglichkeit außerirdischer Einflüsse geprägt und ihn zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten dieses Themenfeldes gemacht.

Erich von Dänicken starb am 10. Januar 2026 in Interlaken.


1968:
Erinnerungen an die Zukunft

1969:
Zurück zu den Sternen

1972:
Aussaat und Kosmos. Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen

1973:
Meine Welt in Bildern. Bildargumente für Thesen, Spekulationen und Erforschtes

1974:
Erscheinungen

1977:
Beweise - Lokaltermin in fünf Kontinenten

1978:
Erich von Däniken im Kreuzverhör

1979:
Prophet der Vergangenheit;
Lexikon der Prä-Astronautik (Hg.)

1981:
Reise nach Kiribati

1982:
Strategie der Götter

1983:
Ich liebe die ganze Welt. Heitere Kurzgeschichten

1984:
Der Tag, an dem die Götter kamen - 11. August 3114 v. Chr.

1985:
Habe ich mich geirrt? Neue Erinnerungen an die Zukunft

1987:
Wir alle sind Kinder der Götter

1989:
Die Augen der Sphinx

1990:
Die Spuren der Außerirdischen

1991:
Die Steinzeit war ganz anders;
Die Rätsel im alten Europa

1992:
Der Götter-Schock

1994:
Botschaften und Zeichen aus dem Universum

1995:
Der jüngste Tag hat längst begonnen - die Messiaserwartung und die Außerirdischen

1997:
Zeichen für die Ewigkeit. Die Botschaft von Nazca

1999:
Im Namen von Zeus. Griechen, Rätsel, Argonauten

2001:
Die Götter waren Astronauten

Name:Erich von Däniken

Geboren am:14.04.1935

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

Geburtsort:Zofingen (CH).

Verstorben am:10.01.2026

Todesort:Interlaken (CH).

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